Bye Paraguay

Nach ganzen 11 Monaten voller unglaublicher Momente, abenteuerlichen Erfahrungen, vieler Lehren und Erkenntnisse, Selbstfindung, Gefühlschaos, wahrer Liebe, interessanter Menschen, einzigartiger Orte und Geschichten, freue mich schon riesig euch diese endlich erzählen zu dürfen! Doch spulen wir erstmal zurück zu dem was nach meinen letzten Beitrag “Ich lebe.” passiert ist. Es standen die letzten 2 Monate meines Freiwilligendienstes vor der Tür. Somit war die letzte Zeit in Paraguay sehr emotional aber auch ereignisreich. Die Vorweihnachtszeit habe ich sehr genossen, denn ich hatte absolut keinen Stress und auch überhaupt kein Gefühl von Weihnachtsstimmung. Die Temperaturen von über 45 °C waren daran gewiss nicht unbeteiligt. Doch als dann der Heiligabend einläutete kam alles auf ein Mal. Ich nahm alles wahr was für mich Weihnachten ist… Klänge, Gerüche, Stimmung. Es machte sich ein tiefes Gefühl von Heimweh in mir breit und ich war unglaublich traurig nicht bei meiner Familie in Deutschland zu sein. Als dann aber die Gartenfeier bei mir losging und Weihnachten das erste Mal ein Sommerkleid mit Sandalen tragen zu können wurde meine Stimmung augenblicklich besser. Weihnachten mit der Familie einer anderen Kultur zu verbringen ist eine große Ehre und eine sehr schöne Erfahrung. Es war so schön zu erleben, dass auch hier an diesen Tagen die Familie zusammenrückt und sich alle ein bisschen näherkommen. Die Feier war riesig, da die gesamte Familie gekommen ist. Alle Tanten und Onkel, Cousins und Cousienen und sehr viele Kinder. Insgesamt eine richtig schöne Feier bei der ich mich sehr wohl gefühlt habe.             Kaum ist Weihnachten vorbei, steht auch schon Neujahr vor der Tür – kennt man ja aus Deutschland. Auch die Neujahresnacht hat mich ein wenig mit Heimweh geplagt, da ich diesen Abend immer mit meinen Freunden in Bayern verbringe. Da Deutschland zu dieser Zeit 4 Stunden voraus war, konnte ich dort wenigstens per Videoanruf kurz dabei sein. Danach fing meine Neujahresnacht in Paraguay an und traditionell wird diese bis 0 Uhr mit der Familie gefeiert. Es war ein ganz anderer Start ins neue Jahr als ich ihn bisher kannte. Als die Jahreszahl umschlug gratulierten sich alle und es wurden Linsen herumgereicht, die man sich in seinen Geldbeutel stecken sollte. Eine Tradition die angeblich viel Geld für das neue Jahr bringen wird – ich befürchte dies wird anhand meiner Pläne bei mir nicht zutreffen. Danach trennt sich die Familie und jeder geht seinen eigenen Plänen für den Abend nach. Ich bin mit Freunden in einem Boot auf den Fluss der Stadt rausgefahren und legten den Anker neben einer großen Neujahresfeier am Yachtclub. Wir hatten eine tolle Zeit und richtig viel Spaß. Als dann die Sonne aufging konnte ich meinen Augen kaum glauben. Der Sonnenaufgang war schöner als ich ihn in meinen Träumen hätte ausmalen können. Das Licht der Sonne änderte minütlich die Bucht und es war wie aus einem Bilderbuch. So eine Aussicht beim Start ins neue Jahr hatte etwas unglaublich Magisches und schon dort wusste ich, dass dieses Jahr ein ganz Besonderes werden wird.

Mit dem neuen Jahr kamen auch die ersten Abschiede. Den ersten Abschied, den ich nach einem Jahr in Paraguay nahm, war in meinem wundervollen Projekt im Zoo. Es ist mir sehr schwer gefallen mich von meinen Arbeitskollegen und den Tieren dort zu verabschieden. Ich hatte einfach eine unglaubliche Zeit und so viel Spaß! Ich habe meine Liebe zu Tieren mit dieser Erfahrung noch von einer anderen sehr intensiveren Seite kennengelernt ebenso wie die Verbundenheit zur Natur. Der Botanische Garten und der Zoo, sind wie ein zweites Zuhause für mich geworden. Viele Stunden habe ich dort auch nach der Arbeit verbracht und sind absolute Wohlfühlort für mich geworden. Mit dem Abschied kamen jedoch auch mehr Freiheiten und so konnte ich eine Reise nach Nordargentinien unternehmen. Meine erste Reise, die ich allein unternahm und die Generalprobe für das, was ich nach dem Jahr in Paraguay vorhatte… Mit dem Rucksack von Paraguay bis zur Karibik!

Die Reise startete in Salta, einer Provinz im Nordwesten Argentiniens. Eine sehr schöne Stadt mit einem Hügel den man per Gondel herauffahren oder zu Fuß besteigen kann und von dem man die Stadt von oben sehen kann, einen Park mit See den man mit Tretboten erkunden kann, schöne alte Gebäude und Kirchen. Dass ich das erste Mal in einer fremden Stadt, in einem fremden Land, ganz alleine war wurde mir erst bewusst als ich dort war und es fühlte sich wundervoll an. Ein wahnsinnig schönes Gefühl von Freiheit und Selbstvertrauen das sich in mir ausbreitete und ich genoss es sehr Zeit mit mir selber zu verbringen und etwas tolles zu erleben – nur für mich. Eines der größten Geschenke die ich mir je gemacht habe. Da ich keinen genauen Plan für meine Reise hatte, war ich sehr flexibel und konnte spontan aus dem Bauch heraus entscheiden, was ich machen wollte. So geschah es dann auch und ich entschied von Salta weiter nördlich nach Purmamarca zu fahren. Ein Dorf in der Provinz Jujuy auf einer Höhe von 2.206 Metern, wo man Berge mit 7 verschiedenen Farben betrachten kann. Aufgrund verschiedener Mineralien im Gestein, haben die Berge diese einzigartige Marmorierung. Schon bei der Fahrt dorthin fühlte ich mich wie ein kleines Mädchen, als ich an der Scheibe meine Nase plattdrückte wegen der schönen Aussicht. Ich war umgeben von unterschiedlichsten Bergen, mit verschiedenen Beschaffenheiten und Höhen. Auf der linken Seite graue Felsen, auf denen nichts zu wachsen schien als einige Gräser und der ein oder andere Kaktus hatte seinen Weg, dort zu gedeihen gefunden. Auf der rechten Seite Berge aus rotem Gestein, auf denen viele Kakteen gewachsen waren und aussahen wie eine Kulisse aus einem alten Westernfilm, die ich von Opa kenne. Und schlagartig wurde mir wieder bewusst, wie unglaublich beeindruckend die Berge sind und wie sehr ich sie vermisst habe. Purmamarca ist sehr schön. Alte kleine Häuser und alle mit bunter Tüchern, Kleidern und anderen Souvenirs in unterschiedlichen Farben, sehr hilfsbereite und freundliche Menschen und einer wunderschönen Aussicht auf die umgebenen Berge. Etwas weiter nördlich liegt Tilcara, die Hauptstadt der Provinz Jujuy auf einer Höhe von 2.465 Metern. Eine sehr schöne Stadt, die ebenfalls mitten in den Bergen liegt, deutlich größer als Purmamarca und viel mehr Menschen und Touristen. Dort gab es Live-Musik von einer lokalen Musikgruppe, die Folklore aus Argentinien spielte. Es war ein sehr kleines Lokal und nicht jeder hatte einen Sitzplatz, aber umso größer war die Stimmung und die Musik war einfach unglaublich. Da mir die kleinen Städtchen und Dörfer Nordargentiniens sehr gut gefielen entschied ich noch weiter nördlich nach Humahuaca zu fahren, ebenfalls in der Provinz Jujuy auf einer Höhe von 3.012 Metern, wo es Berge mit 14 verschiedenen Farben zu bewundern gibt. Dass sich die Aussicht aus Purmamarca mit 7 verschiedenen Farben noch toppen lässt von Bergen mit doppelt so vielen Farben konnte ich erst glauben, als ich es wirklich gesehen habe. Schon bei der Ankunft im Dorf habe ich mich sehr wohl dort gefühlt. Alles war sehr einladend mit vielen Farben und Liebe zum Detail. Und auch hier gab es viel Live-Musik in Bars oder Hostels. Ich entschied sofort länger als eine geplante Nacht dort zu verbringen. In der Gegend gab es viel zu sehen, viele Felslandschaften und Aussichten auf die Berge.

Die Tage in den Bergen Nordargentiniens waren unglaublich schön, die Temperatur war angenehm sonnig, die Menschen waren sehr freundlich und die Orte einfach wunderschön. Die Nächte hingegen waren sehr kalt. Da ich beim Packen meines Rucksackes mehrere Pausen wegen der Hitze in Paraguay einlegen musste und mir zu diesem Zeitpunkt nicht klar war, dass ich so weit in die Berge hochfahren würde, hatte ich meine Auswahl an Kleidung für die kälteren Tage sehr begrenzt gehalten und war auch mental nicht auf derartige Kälte eingestellt. Also fuhr ich Richtung Süden, ab in die Hitze nach Cordoba, die Hauptstadt der Provinz Cordoba, welches neben Buenos Aires die zweitgrößte Stadt Argentiniens ist. Nach all den kleinen Dörfern und Städtchen, war ich ein wenig überfordert mich in einer fremden Großstadt zurecht zu finden und ich fühlte mich nicht auf Anhieb wohl. Alles schien stressig und oberflächlich, die Menschen weniger freundlich und im Vergleich zu den alten, bunten, kleinen Häuschen im Norden, waren die Betonbauten der Stadt noch weniger schön zu betrachten als sonst. Mein Unbehagen nahm dann aber auch schnell wieder ab als ich die Stadt zu Fuß erkundete und ich mich an die Menschen, Geräusche und anderen Beschaffenheiten der Großstadt wieder gewöhnt hatte. Da zu diesem Zeitpunkt Freunde aus Paraguay mit Eltern in Buenos Aires waren, fuhr ich von Cordoba ebenfalls dort hin. Die Provinz Buenos Aires mit der Hauptstadt des Landes zählt 16,6 Millionen Einwohner und ist einfach Wahnsinn. Riesige Straßen, die zum Überqueren 2 Ampelschaltungen benötigen, ein gut organisiertes Verkehrssystem, viele Hochhäuser, Restaurants, Kaffees und viel Kultur, Parks und Grünflächen. Nach knapp einem Jahr wieder eine U-Bahn zu besteigen fühlte sich erschreckend normal und zur gleichen Zeit aufregend an. Neben den Nachteilen der Stadt, die ich schon in Cordoba wahrnahm, stellte ich nun auch die Vorteile einer gut organisierten Großstadt fest. Es war so einfach Dinge zu unternehmen, da man alles bequem mit der Metro erreichen konnte. Nicht nötig nach dem Weg zu fragen, da alles gut ausgeschildert und erklärt ist. Machte es natürlich wesentlich einfacher, aber ich merkte schnell, dass man auch automatisch weniger Kontakt zu den Menschen vor Ort hat. Aus Paraguay war ich es gewohnt, dass an sämtlichen Orten mit wildfremden Menschen eine Konversation entsteht. Sei es beim warten auf den Bus, im Supermarkt, an der Ampel oder sonst wo, die Paraguayer sind sehr gesellig und vor Allem bei Besuchern ihres Landes sehr neugierig und erfreut über die Beweggründe für einen Aufenthalt in Paraguay. In Buenos Aires mieteten wir uns ein kleines Apartment, so wurden jeden Tag die köstlichsten Speisen in der kleinen Küche gezaubert und wir hatten etwas mehr Privatsphäre als in einem Hostel. Dies habe ich nach den letzten Wochen in Mehrbettzimmern sehr genossen.     Kurz vor meinem Geburtstag ging es von Buenos Aires dann wieder zurück nach Asuncion. Nach insgesamt 3 Wochen war meine Generalprobe für mein Abenteuer erfolgreich gemeistert und ich nahm mir vor meine große Reise genauso durchzuführen wie die Reise durch Argentinien. Nicht viel planen, viele spontane Entscheidungen, keinen Stress und vor Allem jeden Tag mit all seinen Höhen und Tiefen zu genießen.

Wieder zurück in Paraguay wurde ich schon von meiner Gastfamilie erwartet. Ein Gefühl von nach Hause kommen machte sich in mir breit und ich freute mich riesig noch ein wenig Zeit mit meiner Gastfamilie verbringen zu können bevor mein geplantes Abenteuer losgehen sollte. Meinen Geburtstag feierte ich in unserem Häuschen. Es war eine sehr schöne Feier mit überragendem Essen, toller Menschen und Salsa. Bis in die Morgenstunden haben wir getanzt und selbst noch zu dieser Zeit im Kleid zu schwitzen war eine ganz neue Geburtstagserfahrung an die ich mich gewöhnen könnte.       Um vor meiner Abreise noch mehr von Paraguay zu sehen, fuhr ich mit meiner Freundin Simona in den Süden nach San Cosme y Damián, an den größten Fluss den ich je gesehen habe, Rio Paraná, indem die Grenze zwischen Paraguay und Argentinien verläuft. Der Ort war sehr ruhig wodurch wir unser Zelt am öffentlichen Strand aufschlagen konnten und bei Vollmond unter freiem Sternenhimmel übernachteten. Für paraguayische Verhältnisse hat San Cosme erstaunlich viele Angebote für den Tourismus. Es gibt ein Planetarium, ein Museum sowie alte Ruinen der Jesuiten, ein Landschaftsschutzgebiet und ganz besonders reizt der Ort durch die Sanddünen des riesigen Flusses. Die Bootsfahrt dauert 1,5 Stunden um diese zu erreichen und wie auf dem Meer fuhren wir durch den Fluss und rund herum war kein Land zu sehen bis auf einmal zwei kleine Sandhügel aus dem Fluss ragten. Der Fluss war zu der Zeit sehr hoch, wodurch die Dünen deutlich kleiner waren als üblicherweise. Es war einfach verrückt inmitten eines Flusses der ein Meer zu sein scheint auf einer kleinen Sanddüne zu stehen.    Von San Cosme fuhren wir nach Ayolas. Ein weiterer Ort am Fluss des Rio Paraná nördlich von San Cosme. Die Stadt war größer und belebter hatte aber nicht so viel zu bieten wie San Cosme. Von hier machten wir einen Ausflug über den Fluss zu verschiedenen Inseln vorbei an Dschungelartigen Wäldern die von den Inseln aus dem Wasser ragten. Ein wahnsinnig schöner Ausflug, indem wir sehr viel gelacht und erlebt haben.

 

Die Sehnsucht nach dem Kölner Karneval, den ich ja schon im letzten Jahr verpasst hatte, fiel mir in diesem Jahr deutlich leichter. Zum größten Karneval nach Rio de Janeiro habe ich es zwar nicht geschafft, dafür bin ich zur etwas kleineren Variante nach Corrientes in Argentinien zum Carnaval. Es war einfach unglaublich! Die Kostüme waren sehr aufwendig und mit viel Glimm Glimm und Tram Bam, einfach nur toll! Es gab verschiedene Themen der Gruppen die sich dementsprechend kostümierten und alle tanzten. Als wir dort ankamen waren viele Menschen zu sehen, Sambatänzerinnen die mit ihren prächtigen Kostümen hin und her huschten, stolze Eltern die ihre kostümierten Kinder fotografierten und eine Straße die an beiden Seiten mit Tribühnen besetzt war. Dort fand der gesamte Carnaval statt, eine riesige Parade aus Sambatänzen verschiedener Gruppen und hüpfende, singende und tanzende Menschen auf den Tribühnen, die mit Schaum-Spraydosen für Abkühlung sorgten und gute Stimmung verbreiteten. Nach 7 Stunden, kurz vor Sonnenaufgang nahm der Carnaval dann sein Ende. Es war einfach unglaublich wie schnell diese Stunden vergingen ohne dass Langeweile oder Müdigkeit aufkam. Die schlaflose Nacht wurde am Ufer des Flusses Paraná nachgeholt bevor wir den Rückweg nach Asuncion antraten. Ein Karneval mal ganz anders, der mich aber in vielen Situationen an meinen Karneval in Köln erinnern ließ.

Dann wurde es Ernst. Es war Zeit Abschied von Paraguay zu nehmen und mein großes Abenteuer sollte endlich beginnen. Abschiede sind immer schwierig und traurig, so war es auch als ich mich von meiner Gastfamilie und meinen Freunden verabschieden musste. Am schwierigsten war der Abschied von meiner Gastmama Rosa. Wir haben eine tolle gemeinsame Zeit gehabt und viele Nächte haben wir mit Salsatanzen verbracht. Doch bei den Abschieden stand schon für mich fest, dass wir uns sehr bald wiedersehen werden, was es deutlich einfacher machte. Und dann ging es tatsächlich los. Ich stieg in den Bus und hatte ein gemischtes Gefühl aus Vorfreude, Glück und Vollkommenheit. Die Erfahrungen, die ich in diesem Jahr machen durfte waren einzigartig und werden mich von nun an mein Leben lang begleiten. Es war ein großartiges Jahr, welches meine Sicht auf viele Dinge verändert hat und mich unglaublich weitergebracht hat. Ich habe nicht nur sehr viel über mich selber erfahren sondern auch viele globale Themen von einer anderen Seite betrachten und verstehen können. Vieles was vorher selbstverständlich für mich schien kann ich nun in seiner Einzigartigkeit erkennen und habe verstanden, dass Probleme in einem selbst entstehen und man immer die Wahl hat, wie man auf diese reagiert und diese löst. Einen Besuch in Paraguay kann ich also jedem ans Herz legen um sich von meinen Erzählungen selber ein Bild zu machen.

Ich lebe.

Nun sind schon wieder viele Monate vergangen und ich habe wirklich absolut keine Ahnung wie die Zeit schon wieder so schnell vergehen konnte und ich mein Vorhaben den nächsten Beitrag zeitnah zu posten nicht einhalten konnte. Ich hoffe, ihr seht dies genauso wie ich, dass dies nur ein Ausdruck meiner Zufriedenheit hier sein kann. Paraguay ist ein Land, indem man einfach nur das Leben genießt und sich nicht stressen lässt. Diese Eigenschaft habe ich tatsächlich schon voll und ganz angenommen.

Seit meinem letzten Beitrag ist natürlich wieder einiges passiert. Um alles einmal Revue passieren zu lassen, fange ich am besten da an, wo ich aufgehört habe.

Nachdem ich mich also gut in meinem neuen Zuhause eingelebt hatte und meine Freunde immer mehr zu wichtigen Bezugspersonen geworden sind, kam der erste Besuch aus Deutschland. Chiara, ebenfalls Freiwillige und mittlerweile sehr gute Freundin, bekam Besuch von ihrem Papa. Wir haben viel zusammen unternommen und so kam es auch, dass ich das erste Mal zu den großen Iguazu Wasserfällen am Dreiländereck von Paraguay, Brasilien und Argentinien kam. Es war der absolute Wahnsinn! Zuerst waren wir auf der brasilianischen Seite, um die Wasserfälle von dort zu betrachten und der Anblick war einfach nur atemberaubend schön. Ich war sehr gespannt, wie es von der argentinischen Seite aussehen würde, denn wie mir schon viele Paraguayos erzählt hatten, sollte diese noch schöner sein. Das konnte ich mir zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht vorstellen. Erst als ich es selber gesehen hatte musste ich dem zustimmen. Es ist einfach unglaublich wie viel Wasser dort hinabfließt, zu sehen wie viel Kraft es hat und wie beruhigend es sich auf den Körper auswirkt. Ich hätte stundenlang in die Tiefen der Wasserfälle schauen können.

Im August kam meine Gastschwester Fernanda zu Besuch. Sie studiert seit einem Jahr Volkswirtschaft Russland. Ich habe mich total gefreut sie kennenzulernen und war beeindruckt von ihren Erfahrungen in Russland. In einem fremden Land auf einer fremden Sprache zu studieren ist beachtenswert. Zu dieser Zeit fand auch das Midstay-Camp von meiner Organisation statt, wodurch meine Ausreisegruppe wieder vereint war. Wir hatten ein unglaublich schönes Wochenende zusammen… haben viel gelacht, viel getanzt und hatten großen Spaß. Es war für uns alle zu diesem Zeitpunkt kaum vorstellbar, dass die Hälfte unseres Jahres schon vorbei ist. Das Jahr schien einfach viel zu kurz zu sein. So entschied ich mich in einer Tanzschule anzumelden, um Salsa zu lernen. Ich habe sehr schnell beschlossen, so viele Kurse wie möglich zu belegen, da es sofort zu meinem absoluten Lieblingshobby geworden ist. Ich bin also mal wieder beim Tanzen gelandet, was ja schon immer meine Leidenschaft war. Natürlich ist Salsa und Bachata (ein weiterer lateinamerikanischer Tanz) eine ganz andere Form von Tanz, als ich sie bisher kannte, ich war dennoch überrascht wie schnell ich es lernen konnte und wie viel Spaß es macht. Sobald ich die Hürde des Nichttrauens und der Angst aus Scharm (welche nebenbeigesagt völlig unsinnig sind) überwunden hatte, war es ein unglaubliches Gefühl, wie viel Spaß man hat und wie befreit man sich danach fühlt. Meine Gastmama Rosa tanzt ebenfalls Salsa wodurch wir viel zusammen ausgehen und miteinander unternehmen und unsere Beziehung noch viel freundschaftlicher geworden ist. Wir haben auch einige Fahrradtouren zusammen unternommen, die mich wieder daran erinnert haben, wie viel Spaß Fahrradfahren machen kann.       Meine Arbeit macht mir nach wie vor große Freude. Ich verstehe mich super mit meinen Kollegen und wir unterhalten uns sehr viel. Es sind sehr witzige und nette Menschen mit unterschiedlichsten Geschichten. Immer gibt es was zu lachen und wenn gerade keiner erzählt werden witzige Videos gezeigt und natürlich wird dabei Terere getrunken. Echt sympathisch! Zusätzlich lerne ich sehr viel über die Tiere, die wir dort haben und es kommen immer neue Bewohner dazu. Es ist total schön mit Tieren zu arbeiten und zu sehen, dass auch jedes Tier seinen eigenen Charakter hat und dieser sich auch ändern kann. So sind mir mittlerweile viele Tiere schon vertraut, die anfangs sehr scheu waren, was die Arbeit mit ihnen natürlich noch viel schöner macht.

Durch all die Erlebnisse hier, die Veränderungen meines Umfeldes und das Kennenlernen einer anderen Kultur und Denkensweise beschäftige ich mich schon lange mit mir und meiner Persönlichkeit. Wer bin ich? Was will ich? Warum tue ich was ich tue? etc. Seit August ist dies noch intensiver geworden, da ich das Meditieren für mich entdeckt habe. In Verbindung mit Yoga ist es für mich die beste Möglichkeit, um mich selber zu reflektieren, auf das Wesentliche zu konzentrieren und mich damit selber zu finden. Ich nutze hierfür ebenfalls viele verschiedene Podcasts und Youtube-Kanäle, die mir zusätzlich besondere Denkanstöße geben. Es ist wahnsinnig interessant, welche Erkenntnisse man daraus ziehen kann, indem man atmet, zuhört und auf seine Gedanken achtet. Es löst auf einmal eine Kettenreaktion aus, die dich verstehen lässt warum du in gewissen Situationen tust, was du tust oder denkst, was du denkst. Es macht total Spaß diese Dinge zu erkennen und zu sehen, wie sich diese verändern können. So habe ich z. B. auch verstanden warum ich eigentlich geraucht habe und bin total stolz, dass ich dies seit September an den Nagel gehangen habe.                       Eine wichtige Bezugsperson hier vor Ort ist eindeutig Anton, ebenfalls Freiwilliger aus Deutschland, geworden. Das hätte ich zu Beginn meines Freiwilligendienstes nie gedacht. Durch seinen Gastbruder bin ich in meine neue Gastfamilie gekommen, wodurch sich unsere Freundschaft noch einmal auf besondere Weise verändert hat. Denn hier fühlt sich alles wie eine große Familie an, zu der wir dazu gehören. Echt schön! So ist er auch zu einer Art Bruder für mich geworden. Anton ist ein verrückter Kautz, aber wie man in Köln so schön sagt: Er hat das Herz am richtigen Fleck! Wir unternehmen sehr viel, haben großen Spaß und führen viele intensive Gespräche. Diese Freundschaft bedeutet mir sehr viel, denn wir unterstützen und motivieren uns gegenseitig. Für die Musikliebhaber unter euch – Anton ist ebenfalls ein sehr guter Rapper. Hier kommst du zu seinen Videos: https://www.youtube.com/channel/UCF2jtGMrnXo2aShfQRVIX7w

Im Oktober wurde es dann richtig aufregend… meine Eltern kamen zu Besuch nach Paraguay. Ich konnte es kaum erwarten, sie endlich wieder in die Arme zu schließen. Eine riesige Freude breitete sich in mir aus, die man mir auch ansehen konnte, wie mir oft gesagt wurde. Wir verbrachten die erste Woche hier bei mir Zuhause mit meiner Gastfamilie. Es war total schön meinen Eltern meine Gastfamilie vorzustellen und natürlich lernten sie auch meine Freunde, meine Arbeit und was ich sonst noch so hier mache kennen. Dadurch können sie so meine heutigen Erzählungen viel besser nachvollziehen, da sie die Personen und die Orte kennen und wissen genau was ich meine. Das ist total toll! Wir haben sehr viel unternommen und alles in und um Asuncion gesehen. Danach begann unser Familien-Abenteuer-Urlaub zu dritt. Wir sind mit dem Auto vom Osten in den Süden Paraguays gefahren und dann in den Westen. Dabei haben wir viele schöne Orte gesehen, Abenteuer erlebt und Paraguay besser kennenlernen können. Das Highlight waren natürlich die Iguazu Wasserfälle, die wir uns von beiden Seiten, also der brasilianischen und argentinischen Seite angeschaut haben. Obwohl ich diese ja schon kannte war es genauso wunderschön wie beim ersten Mal. Einfach nur Wahnsinn! Anschließend ging es dann nach Rio de Janeiro an den Strand der Copacabana. Ich freute mich unendlich auf das Meer und den Strand. Auch wenn das Wetter nicht immer zum schwimmen geeignet war, haben wir viel Zeit an der Strandpromenade verbracht und haben uns natürlich die gesamte Stadt, mit all ihren Sehenswürdigkeiten angeschaut. Insgesamt einfach ein total schöner Urlaub, mit ganz vielen Unterschiedlichen Ereignissen, Abenteuer, Spaß, Erholung, Kultur… der am Flughafen in Rio sein Ende nahm und es hieß erneut Abschied von Mama und Papa nehmen. Es fiel mir deutlich leichter als vor dem Antritt meiner Reise nach Paraguay, aber traurig war ich natürlich trotzdem. Ich machte mir bewusst, dass uns die letzten gemeinsamen Wochen niemand mehr nehmen kann und freute mich einfach darüber, dass wir so einen schönen Urlaub verbringen konnten. Und wie schon vor meiner Reise nach Paraguay festgestellt, sind meine Eltern ja nur einen Flug entfernt!

Es ist nicht zu glauben, dass das Jahr nun bald vorbei ist. Anfang Januar ist mein Programm offiziell beendet. Die Sommerferien haben angefangen und das Klima ist zurzeit erdrückend. Es ist sehr heiß und dazu kommt eine hohe Luftfeuchtigkeit. Ein wenig merkwürdig wenn dann die Weihnachtsdekoration mit Schnee und Eiszapfen sieht, die ich mir zur Abkühlung oft her wünsche. Das Leben fängt in den Abendstunden an, da die Temperaturen dann sehr angenehm sind und man trifft sich zum Essen, auf ein Bier oder was der Abend eben noch so bietet. In Paraguay kann an einem Abend alles möglich sein – man weiß es nie.              Bald kommt der nächste Besuch aus Deutschland, wodurch wir noch weitere Orte kennenlernen und uns noch einige Erlebnisse erwarten werden. Es gibt generell noch vieles, was ich tun und unternehmen möchte und so werde ich im Januar nach Argentinien reisen. Alleine. Das habe ich bisher noch nie gemacht und bin gespannt wie diese Erfahrung werden wird. Dies werde ich auch über meinen Blog festhalten. Der nächste Beitrag über die Reiseplanungen ist schon in Arbeit und ich verspreche, mich schon bald wieder zu melden. Ich freue mich jetzt schon über eure Kommentare.

Was bisher geschah…

Nun bin ich schon über 3 Monate hier und ich kann es kaum glauben wie schnell die Zeit vergeht. Ich habe mich mittlerweile gut eingelebt, mit der Sprache kann ich mich immer besser verständigen und ich habe schon so viele tolle Leute kennengelernt.

Die Situation mit meiner Gastfamilie hat sich ein wenig verändert, nachdem der Alltag eingetroffen ist und ich anfing die Stadt, die Menschen und das Leben hier entdecken zu wollen. Dies an Sich schien bisher auch nicht das Problem zu sein, allerdings hatte ich das Gefühl relativ schnell alleine klar kommen zu müssen, da meine Gasteltern viel arbeiten gehen und auch viel unterwegs sind. Das ist natürlich nicht ganz einfach, wenn man sich noch nicht wirklich auskennt und sich in der Sprache auch noch nicht sicher fühlt. Ich gebe zu, dass ich mit der Selbstständigkeit, die mir zugemutet wurde oft überfordert war, aber letztendlich habe ich so gelernt wie ich mich hier bewegen kann, ohne auf die Hilfe meiner Gastfamilie angewiesen sein zu müssen. Nach einiger Zeit stellte sich heraus, dass ich in dieser Familie nicht bleiben würde, da es eine Welcome-Family ist, die mich nur für den ersten Monat aufgenommen hat und meine Organisation nach einer dauerhaften Familie noch suchen würde. Dies kam für mich total überraschend, da ich davon bisher noch nichts wusste. Nachdem ich nun schon 2 Monate in der Familie war, wurde ich ziemlich kurzfristig in einer anderen Übergangsfamilie untergebracht, da das Zimmer meiner kleinen Gastschwerster benötigt wurde und so zog ich zu einer Freiwilligen von AFS nach San Lorenzo, eine kleine Stadt direkt neben Asunción. Dort habe ich mich auch total wohl gefühlt allerdings war die Entfernung zu meiner Arbeit nicht ertragbar. Ich bin jeden Tag 2 Stunden pro Strecke mit dem Bus gefahren um zur Arbeit zu gelangen. Glücklicherweise haben sich meine Freunde, die auch bei AFS aktiv sind dafür eingesetzt, dass ich schnellstmöglich in meine endgültige Gastfamilie wechseln konnte, in der ich nun überaus glücklich bin.

Ich wohne mit meiner Gastmama Rosa in einem kleinen Haus direkt neben meinem Gastopa, meiner Gasttanten und Cousins ziemlich nah am Zentrum und nah an meiner Arbeit. Meine Gastmama ist sehr aktiv und so sind wir gleich am ersten Tag zum höchsten Hügel von Paraguay Tres Kandú und am nächsten Tag zum Hügel Acatí gefahren und haben diese bestiegen. Es war ein total schöner Ausflug und zum Kennenlernen optimal. Auch danach haben wir viel unternommen und sind u. a. zum Sportkurs an der Costanera (der Uferpromenade des Rio Paraguay) und zum Salsa-Tanzen ausgegangen. Es macht unglaublich viel Spaß mit ihr und alles ist super entspannt. Da meine Tante Yoga-Kurse neben unserem Haus gibt, kann ich dort auch mitmachen, was mir total viel Spaß macht. Mit meinem Opa unterhalte ich mich total gerne. Er hat viele interessante Geschichten zu erzählen und ist super witzig. Meine jetzige Familie ist riesig. Ich habe insgesamt 11 Tanten und Onkel und dazu kommen noch deren Kinder und deren Kindeskinder. Als wir nach meiner ersten Woche ein großes Familiengrillen, was hier Asado heißt, veranstaltet haben, konnte ich einen Großteil davon kennenlernen. Eine total herzliche, offene und sympathische Familie. Ein paar können sogar deutsch sprechen, weil sie einen Austausch o. ä. in Deutschland gemacht haben, aber bisher habe ich es vermieden mit ihnen auf deutsch zu sprechen, um mein spanisch zu verbessern. Ich fühle mich hier super wohl und freue mich noch viel Zeit mit meiner neuen Familie zu verbringen.

Mit meinen Freunden habe ich schon sehr viel unternommen und Ausflüge gemacht. Über Ostern waren wir in einem kleinen Ort namens Tañarandy in dem eine große Prozession stattfindet und die Leute anschließend mit Kerzen durch die Straßen gehen. Es war ein sehr toller Ausflug mit vielen chaotischen Ereignissen, aber wir hatten unglaublich viel Spaß. Zudem waren wir auf verschiedenen Festivals und Konzerten, treffen uns im Botanischen Garten, in der Mall oder an anderen tollen Plätzen der Stadt und natürlich haben wir auch schon das Nachtleben entdeckt. Wir haben unglaublich viel Spaß zusammen und meine Freunde hier sind echt toll. Wir sind viel unterwegs und ich genieße jeden Moment. Das Leben, die Kultur und die Menschen sind ganz anders als in Deutschland und mir gefällt es mit jedem Tag mehr. Ich bin nach wie vor total glücklich mit der Entscheidung hier her gekommen zu sein und bereue es zu keiner Zeit.

Natürlich gibt es auch schlechte Tage und Tage an denen ich gerne bei meiner Familie und Freunden in Deutschland wäre, aber in diesen Momenten stelle ich immer wieder fest, wie wichtig mir diese sind und dass diese Momente zu meinem Abenteuer dazu gehören und ich daran nur wachsen kann. Viele Probleme und Zweifel entstehen lediglich im eigenen Kopf, durch zu intensives Nachdenken und Grübeln und diese Erkenntnis hat mich dazu gebracht die Dinge einfach so sein zu lassen wie sie sind. Schlechte Tage gibt es immer, es kann nicht immer alles toll sein und nach einem schlechten Tag kommt ein anderer wahrscheinlich besserer Tag. Da der Mensch ja ein Gewohnheitstier ist, fällt man leider oft zurück in seine alten Muster und ich muss mir dies oft wieder in Erinnerung rufen, aber es macht mich wesentlich glücklicher, nicht immer Alles zu überdenken, zu planen, zu begrübeln, zu hinterfragen.

Eine Eigenschaft, die ich am meisten an den Paraguayern liebe… die Spontanität. Es war zu Beginn nicht einfach sich darauf einzulassen, da ich es aus meiner Heimat eher gewohnt bin, dass alles geregelt und organisiert wird, aber es ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl, wenn man am Anfang des Tages noch nicht weiß, was man erleben wird und am Ende des Tages feststellt, was man alles tolles erlebt oder geschaffen hat. Den Moment, das Hier und Jetzt genießen zu können, ist nicht immer eine leichte Aufgabe, aber wenn man es schafft, ist das Gefühl von Glück, das sich in einem ausbreitet unbeschreiblich und man kann nicht genug davon kriegen!

Mein Projekt

In der zweiten Woche in Paraguay begann die Arbeit in meinem Projekt im Zoo von Asunción. An meinem ersten Tag wurde ich zu meinem Projekt belgeitet und dort vorgestellt. Ich lernte meine Ansprechpartnerin Doctora Alicia kennen, eine sehr sympathische und sehr engagierte Tierpflegerin. Sie zeigte mir den Bereich, indem ich nun arbeite und die Tiere, die dort betreut werden. Es ist ein kleiner Bereich der nicht zum öffentlichen Teil des Zoos gehört und indem es die unterschiedlichsten Tiere gibt.

Wir haben verschiedene Arten von Papageien, Tukane, Eulen, einen Falken, Nasenbären, Ameisenbären, ein Wildschwein, einen Fuchs, Ziegen, Schildkröten, Krokodile, einen Otter, Pumas und verschiedene Affen. Zudem gibt es dort auch einige Tiere die frei herum laufen wie Gänse, Enten, Katzen und ebenfalls einige Affen und Vögel. Die Vielfalt ist echt enorm und diese Tiere aus der Nähe betrachten zu können ist unglaublich spannend. Jedes Tier für sich, ist unglaublich interessant und es macht total Spaß mit Ihnen zu arbeiten. Dem Papagei auf seine „Hola“-Rufe zu antworten, die Nasenbären beim Klettern zu betrachten oder mit den kleinen Äffchen zu spielen ist einfach toll und bereitet mir sehr große Freude. Leider gibt es auch ein paar kranke Tiere in diesem Bereich oder Tiere, die durch schwierige Umstände in den Zoo gekommen sind. So ist zum Beispiel der Otter bei der letzten Flut über den Fluss in die Stadt von Asunción gelangt wo er von Tierliebhabern eingefangen und zum Zoo gebracht wurde. Ebenso sind viele der Vögel, Schildkröten und Affen in freier Natur gefunden worden, die aufgrund von Krankheiten o. ä. alleine nicht überlebt hätten, sodass sie bei uns aufgepeppelt und gepflegt wurden. So kommt es dazu, dass wir oft neue Bewohner in unserem Bereich haben oder alte Bewohner zu den anderen Tieren in den öffentlichen Teil des Zoos gebracht werden.

Meine Aufgabe dort ist es bei der Zubereitung des Futters dieser Tiere zu helfen. Es gibt jeden Tag Äpfel, Bananen, Orangen, Ananas, Salat, Karotten, Tomaten, Mais und Brot und je nachdem auch Melonen, Papaya, Kürbis und natürlich gibt es für einige Tiere auch Fleisch. Bei der Zubereitung ist vor Allem auf die freilaufenden Affen und Katzen zu achten, denn diese stibitzen gerne, wenn man sie nicht im Auge behält. Zusätzlich fallen weitere Aufgaben wie das Sauberhalten des Bereichs und der Tiergehege, wie auch deren Umbau an. Es ist total schön zu sehen, wie sich die Tiere über ein neues oder umgebautes Gehege freuen, wodurch diese Arbeit einen ganz besonderen Reiz bekommt.

Meine Kollegen sind super nett und wir haben zusammen viel Spaß zusammen. Sie erklären mir alles was ich zu den Tieren wissen muss, was nicht immer leicht zu verstehen ist, denn mein spanisch reicht noch nicht aus um alles zu verstehen. Allein die verschiedenen Tiernamen sind schwer zu erlernen, da es für fast jedes Tier zwei Namen, einmal auf spanisch und einmal auf guaraní (die zweite Amtssprache in Paraguay) gibt. Dies wird aber mit jedem Tag besser und ich lerne jeden Tag etwas Neues dazu.

Der Zoo hat natürlich noch viel mehr Tiere, als die, die es auch in meinem Bereich gibt. Zu meiner Freude hat die Elefantendame direkt neben unserem Bereich ihr Gehege, wodurch es mir möglich ist, sie jeden Tag zu betrachten und zu bewundern. Auch einige Tiger haben ihr Zuhause im Zoo von Asunción, wie auch noch weitere kleinere Raubkatzen, Nilpferde, Strauße, Schimpansen, Tapire, Waschbären, Schlangen, verschiedenste Arten von Vögeln u. v. m. Auch die Umgebung des Zoos ist einfach atemberaubend. Er liegt mitten im botanischen Garten, welcher ein riesengroßes grünes Naturreservat mitten in der Stadt ist. Dieser wird von vielen Einheimischen zum Laufen oder picknicken genutzt und auch ich verbringe dort gerne meine Freizeit. Da es durch die Vielzahl an Bäumen viel Schatten gibt, kann man sich dort auch sehr gut den ganzen Tag aufhalten, solange man mit genügend Mückenspray ausgestattet ist. Sobald die Sonne untergegangen ist, kann man an einem kleinen See die wundervolle Schönheit der aufblitzenden Lichter von Glühwürmchen betrachten, was mich sehr beeindruckt hat. So viele auf einmal habe ich noch nie gesehen!

Zu meinem Projekt im Zoo habe ich zusätzlich einen Monat in einer Schule für Kinder mit körperlichen und geistigen Behinderungen geholfen. Die Arbeit dort hat mir sehr viel Spaß gemacht und die Kinder und Lehrerinnen sind mir total ans Herz gewachsen. Leider musste ich aufgrund der Distanz zum Projekt dieses nun aufgeben, aber ich nutze jede Gelegenheit um sie zu besuchen und auch weiterhin zu unterstützen. Dort habe ich sowohl im Unterricht mit den Kindern geholfen, beim Basteln für die verschiedensten Anlässe wie Ostern und Muttertag und auch im Büro der Direktorin habe ich kleine Sekretariatsaufgaben übernommen.

Anreise und Ankunft

Der Weg zum Flughafen schien nichts besonders Aufregendes zu sein… ich hatte die Tatsache, dass ich nun für ein ganzes Jahr weg sein würde immer noch nicht wirklich realisiert. Nachdem ich die letzten Nächte wenig und die letzte Nacht gar nicht geschlafen hatte, war ich gefühlsmäßig zwischen aufgedreht und übermüdet. Auch die Ankunft am Flughafen änderte nichts an meinem Gefühl. Die Gepäckaufgabe funktionierte reibungslos und zeitlich waren wir völlig im Plan. Nachdem es nun aber zur Sicherheitskontrolle ging und ich mich verabschieden musste, wurde mir klar, dass ich diese Umarmungen für längere Zeit nicht mehr spüren würde. Ich wusste, dass ich den Abschied nicht zu lange hinauszögen kann, denn sonst wäre mein Abenteuer an dieser Stelle schon vorbei gewesen. Ich ging also Richtung Kontrolle, blickte nochmals zurück und so traurig ich zu diesem Zeitpunkt auch war, wurde mir augenblicklich bewusst, dass es nun losgeht. Ein Gefühl voller Vorfreude und Panik zugleich. Es dauerte einige Zeit bis ich mich davon wieder beruhigt hatte und einen klaren Kopf hatte um zu wissen wo ich hinmusste. Als es dann losging und ich im Flieger saß kamen erneut sämtliche Zweifel auf, die mich schon seit der Entscheidung für den Freiwilligendienst begleiteten und ich hoffte darauf, dass etwas den Start des Fliegers verhindern würde. Diese Hoffnung dauerte den ganzen Weg bis zu Startbahn. Ich begann mich selber zu fragen, warum ich mir das eigentlich antue und redete mir ein, dass ich doch glücklich bin so wie es bisher war und selbst der Regen der an mein Fenster rieselte schien attraktiv genug um in Deutschland zu bleiben. Doch als der Pilot dann die Turbinen hochjagte wurde mir klar, dass der Flieger abheben und ich das Abenteuer tatsächlich beginnen würde.

Nachdem wir nun mehrere Meter über Düsseldorf flogen und ich voller Wehmut die Schönheit der kleinen Lichter des Flughafens und der Stadt betrachtete kamen neue positive Gedanken, die mich wieder zur Realität zurückholten und mich in meinem Vorhaben stärkten. Ich verbrachte die Zeit im Flieger damit, über all die schöne Zeit die ich bisher in Köln hatte nachzudenken und dachte an all die Menschen, die mir besonders wichtig sind und mich dabei unterstützt hatten das zu tun, was ich vorhabe. Ich sagte mir immer wieder, dass mein Zuhause nur einen Flug entfernt ist und dass ich jederzeit zurückkann. Zudem werde ich ja „nur“ für ein Jahr weg sein und die Erfahrungen die ich in diesem Jahr sammeln werde, werden mich mein ganzes Leben begleiten. Kurze Zeit später sagte der Pilot auch schon die Vorbereitung der Landung an und mein Kopf schaltete automatisch auf Funktionsmodus um.

In Amsterdam gelandet hatte ich genug Aufenthaltszeit, wodurch zum Glück keine Eile angesagt war. Nachdem ich ein wenig durch den Flughafen schlenderte und mir die letzten Gedanken an meine Heimat durch den Kopf schwirrten ging ich Richtung Gate, wo ich meine Mitreisenden antraf. Das war ein beruhigendes Gefühl, denn nun war ich nicht mehr alleine. Wir warteten darauf endlich in den Flieger zu können und als es dann losging hoffte ich auf meinen langersehnten Schlaf, der mir die letzten Tage fehlte. An meinem Platz angekommen stellte ich schnell fest, dass daraus nicht viel werden würde, denn ich hatte den Jackpot mit einem Mittelsitz gezogen. Kommt davon, wenn man zu Erinnerung lieber ein „Originalticket“ vom Schalter haben will, statt online einzuchecken. Zum Glück war die Auswahl an Unterhaltung groß genug um die Zeit zu vertreiben. Nach einiger Wartezeit in São Paolo ging es dann weiter nach Asunción und so langsam machte mir die lange Anreise zu schaffen. Ich war ziemlich froh, als wir zum letzten Mal an diesem Tag landeten. Mittlerweile waren es 2 Uhr Ortszeit in Paraguay und ich war nun seit 24 Stunden unterwegs. Am Flughafen wurden wir dann von unserer AFS-Koordinatorin Sara abgeholt. Zum ersten Mal die Luft von Paraguay zu spüren und einzuatmen war großartig. Als wir ins Hotel Portal del Sol in der Nähe des Flughafens gebracht wurden konnten wir leider nicht viel von der Stadt erkennen, weil es schon zu dunkel war. Im Hotel angekommen war die Vorfreude kaum in Worte zu fassen und die Gewissheit, dass wir nun in Asunción waren einfach atemberaubend, aber trotzdem irgendwie irreal. Nach einem völlig aufregenden Tag ging es dann endlich ins Bett und ich war so froh, endlich mal wieder schlafen zu können.

Am ersten Tag in Asunción gab es dann mehrere Informationen von Doris und Viviana (Freiwillige von AFS-Paraguay) über unseren Aufenthalt vor Ort. Es war interessant gestaltet, aber eigentlich wollte ich nur raus und die Stadt entdecken. Dies war leider nicht möglich, also musste ich mich noch ein wenig gedulden, denn schon am nächsten Tag würde ich von meiner Gastfamilie abgeholt werden. Die Aufregung stieg mit jeder Minute, in der dieser Moment näherkam. Als es dann endlich soweit war und meine Familie die Hotellobby betrat, war ich überglücklich. Ich wurde total herzlich empfangen und glücklicherweise stellte sich heraus, dass mein Gastpapa Jesus und mein Gastbruder Bruno englisch sprechen, sodass die Kommunikation sehr einfach war. Meine Gastmama Mirna und mein anderer Gastbruder Diego sprechen nur ein bisschen englisch und meine kleine Gastschwester Luciana spricht nur spanisch. Mir wurde also klar, dass ich ganz schnell lernen muss, besser spanisch zu sprechen, damit mich alle Familienmitglieder verstehen, denn mein bisheriges spanisch reichte für die Kommunikation definitiv nicht aus.

Der erste Weg mit meiner Gastfamilie ging zum nahegelegenen Supermarkt und ich betrachtete die einzigartige Schönheit der Straßen während wir uns unterhielten. Als wir dann nach dem Einkauf im Haus meiner Gastfamilie ankamen wurde ich natürlich erst einmal rumgeführt. Ein großes und sehr schönes Haus mit Garten. Ich bekam ein eigenes Zimmer mit Bad, welches eigentlich Luciana gehört und richtete mich gleich dort ein. Ich fühlte mich auf Anhieb sehr wohl und meine Gastfamilie gab mir zu keinem Zeitpunkt das Gefühl nicht willkommen zu sein. Am gleichen Abend ging es dann zum Fußballspiel von Bruno. Dort wurde ich allen als neues Familienmitglied vorgestellt und vor Allem Luciana freute sich ihre neue große Schwester vorzustellen. Es war unglaublich warm, obwohl die Sonne schon längst untergegangen war. Das Spiel war in einer großen Schule, wo alle Schulen aus der Umgebung in einem Turnier über mehrere Wochenenden gegeneinander antraten. Als wir ankamen, dauerte es noch etwas bis Brunos Spiel losging und wir schauten uns ein Soccerspiel in der Halle neben dem Fußballplatz an. Ich bekam das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. Beide Teams hatten ihre Fans dabei und die Halle war so laut, dass selbst das Pfeifen des Schiris nicht zu hören war. Das Anfeuern der Fans war eine riesen Party mit Trommeln, Trompeten, tollem Gesang und Tänzen. Es war unglaublich schön und ansteckend und ich bekam sofort das Bedürfnis mich mitzubewegen. Das Spiel von Bruno hat ebenfalls viel Spaß gemacht. Es waren sehr viele Leute da und auch hier sangen die Fans im Hintergrund, allerdings wirkte es auf dem Platz nicht so überwältigend wie in der Halle.

Auch die nächsten Tage verliefen sehr harmonisch und wir unternahmen sehr viel. Wir bekamen Besuch von weiteren Familienmitglieder oder wir fuhren diese besuchen, aßen zusammen und unterhielten uns. Es gab sehr viel Fleisch, aber auch Nudeln, Reis, Gemüse, Salate und Brot. Alles war sehr lecker und alle interessierten sich für meine Beweggründe nach Paraguay zu kommen und wie mein Leben in Deutschland ist. Dem Nationalgetränk Tereré bin ich schon zu Beginn total verfallen. Es ist Mate-Tee, der anstatt mit heißem Wasser, mir eiskalten Wasser aufgegossen und aus einem Becher mit Strohhalm getrunken wird. Sehr erfrischend und gemeinschaftsbildend, denn der Becher wird immer neu aufgefüllt und weitergegeben. Muss man einfach probiert haben.

Als meine Familie dann wieder arbeiten bzw. in die Schule musste blieb mir zum Glück noch ein bisschen Zeit zum Eingewöhnen bis meine Arbeit im Projekt startete. Diese Zeit nutzte ich um meine Spanischkenntnisse aufzubessern und meinen Blog zu vervollständigen. Zudem traf ich mich auch mit einer meiner Mitreisenden, die nicht weit weg wohnte im Park oder in der Mall. Da ich mich aber noch nicht gut auskannte und nicht wusste, welche Busse ich nehmen kann, war ich auf die Unterstützung meiner Gastfamilie angewiesen und oft wurde ich gefahren und wieder abgeholt. Um dem entgegenzuwirken begann ich die Nachbarschaft zu erkunden und lief durch die nahegelegenen Straßen. Da es in Paraguay nicht viel Tourismus gibt, war es kaum zu ignorieren, dass viele über meine Anwesenheit hier verwundert waren. Viele interessierten sich sehr für meine Kultur und die Beweggründe für meine Anwesenheit. Wirklich sehr nette und warmherzige Menschen hier.

Wie alles begann…

Viele fragen mich als Erstes, wie ich eigentlich auf die Idee gekommen bin einen Freiwilligendienst zu machen oder was mich dazu bewegt hat diesen Weg einzuschlagen. Die Frage ist nicht ganz leicht, da mehrere Faktoren zusammenkamen. Ich hatte einen guten Job, habe unbezahlbar tolle Menschen um mich und ein schönes Zuhause, aber irgendwann merkte ich, dass mir etwas fehlte. In meinem Job war ich erfolgreich, hatte tolle Kollegen und die Chancen auf eine erfolgreiche Karriere waren verlockend, dennoch wollte ich damit nicht zufrieden sein. Meine Familie und meine Freunde sind mir sehr wichtig und ich liebe meine Heimat, doch ich wusste, dass es an der Zeit ist für etwas ganz Neues. Leichter gesagt als getan… denn mit dem Bewusstsein kamen sämtliche Zweifel, ob ich das überhaupt schaffen würde. Schließlich war ich noch nie alleine von Zuhause weg und von meiner Familie und Freunden getrennt. Da sich meine Unzufriedenheit aber immer weiter ausbreitete, entschloss ich, dass ich eine Zeit lang ins Ausland gehen könnte.

Mit der Entscheidung ins Ausland zu gehen und eine Erfahrung für mein ganzes Leben machen zu können, wurde ich augenblicklich offener und begann voller Vorfreude mit meiner Recherche im näheren Ausland. Doch dabei entdeckte ich die unterschiedlichsten Möglichkeiten für Auslandsaufenthalte auf der ganzen Welt. Die Vorstellung an einem Strand unter Palmen etwas Gutes für die Umwelt tun, war einfach so verlockend, dass ich mich dazu entschied meine Suche auf Lateinamerika umzuschwenken. Schon immer hatte ich den Traum Südamerika zu bereisen, allerdings kam mir nie die Idee dies alleine zu tun. Ich begann also voller Vorfreude und Neugier meine Recherche nach Freiwilligendiensten für Süd- und Mittelamerika. Wie sich schnell herausstellte verwandelte sich diese Vorfreude des Öfteren zu Panik und Angst. Die Auswahl war riesig und einen Durchblick zu kriegen war nicht ganz einfach. Dazu kam, dass ich mir immer noch nicht sicher war, ob ich das wirklich schaffen würde. Nach einiger Zeit begann ich mich einfach bei verschiedenen Entsendeorganisationen zu bewerben. Entscheiden konnte ich danach ja immer noch.

Als ich meiner Familie und meinen Freunden von meinem Vorhaben erzählte, waren die Reaktionen unterschiedlich, aber durchweg positiv. Zuerst waren einige geschockt, weil sie mir das nicht zugetraut hätten und viele waren auch besorgt, da Südamerika ja einen gewissen Ruf hat, aber je mehr Leute davon mitbekamen, desto mehr Bestätigung und Zuspruch bekam ich. Gerade aufgrund meiner Zweifel, war es ein tolles Gefühl von so vielen Seiten unterstützt und bestärkt zu werden. Dafür danke ich allen! Ohne euch, hätte ich wahrscheinlich nicht den Mut dazu gehabt.

Zunächst wurde ich von meiner jetzigen Entsendeorganisation AFS zu einer Auswahl eingeladen. Dort lernte ich so viele nette Leute kennen, die das Gleiche tun wollten wie ich, oder schon getan haben und wir tauschten uns über unsere Vorstellungen und Ziele aus. Die Teamer des Seminars waren ehemalige Freiwillige, die ihr Ehrenamt in der Organisation fortführen. Das Wochenende war sehr interessant gestaltet und es gab viele Informationen zu den Freiwilligendiensten. Dennoch begannen tausend Zweifel und Ängste als ich von dieser Auswahl nach Hause kam und die große Frage: Wenn ich angenommen werde, schaffe ich das wirklich? Bin ich überhaupt dazu bereit?… Es vergingen einige Wochen und ich brauchte diese Zeit um alles zu bedenken. Als ich dann von einer weiteren Organisation nach Berlin eingeladen wurde und ich die Freiwilligendienste noch von einer anderen Seite nahegebracht bekommen habe, wurde mir klar, dass ich so eine Möglichkeit nicht nochmal kriegen würde… jetzt oder nie!

Einige Tage später bekam ich dann die Zusage von AFS für einen Freiwilligendienst in Paraguay. Dies hatte ich in meiner Länderauswahl auch angegeben, aber ich gebe zu, es war absolut nicht mein Favorit und ich war ein wenig enttäuscht. Neben den Möglichkeiten von Costa Rica, Panama, Peru und Chile schien mir Paraguay irgendwie langweilig. Ich hatte zwar überhaupt keine Vorstellung von dem Land, der Kultur und der Menschen dort, aber ich war mir nicht sicher ob es das ist, was ich machen wollte. Ich hatte zwei Wochen um meine Zusage für Paraguay zu bestätigen und ich hatte große Zweifel, ob ich das wirklich tun soll. Was ist, wenn es mir dort nicht gefällt?… Letztendlich nahm ich all meinen Mut zusammen und vertraute darauf, dass alles gut gehen wird, stellte die letzten Bewerbungsunterlagen zusammen und schickte die Zusage für meinen Freiwilligendienst in Paraguay ab. Wuuaaaa! Die Ängste und Zweifel waren natürlich immer noch da, gerade weil ich nicht wusste, was ich in Paraguay genau machen würde, aber ich entschied die Dinge einfach mal so auf mich zukommen zu lassen. Wird schon alles gut werden…