Mein Projekt

In der zweiten Woche in Paraguay begann die Arbeit in meinem Projekt im Zoo von Asunción. An meinem ersten Tag wurde ich zu meinem Projekt belgeitet und dort vorgestellt. Ich lernte meine Ansprechpartnerin Doctora Alicia kennen, eine sehr sympathische und sehr engagierte Tierpflegerin. Sie zeigte mir den Bereich, indem ich nun arbeite und die Tiere, die dort betreut werden. Es ist ein kleiner Bereich der nicht zum öffentlichen Teil des Zoos gehört und indem es die unterschiedlichsten Tiere gibt.

Wir haben verschiedene Arten von Papageien, Tukane, Eulen, einen Falken, Nasenbären, Ameisenbären, ein Wildschwein, einen Fuchs, Ziegen, Schildkröten, Krokodile, einen Otter, Pumas und verschiedene Affen. Zudem gibt es dort auch einige Tiere die frei herum laufen wie Gänse, Enten, Katzen und ebenfalls einige Affen und Vögel. Die Vielfalt ist echt enorm und diese Tiere aus der Nähe betrachten zu können ist unglaublich spannend. Jedes Tier für sich, ist unglaublich interessant und es macht total Spaß mit Ihnen zu arbeiten. Dem Papagei auf seine „Hola“-Rufe zu antworten, die Nasenbären beim Klettern zu betrachten oder mit den kleinen Äffchen zu spielen ist einfach toll und bereitet mir sehr große Freude. Leider gibt es auch ein paar kranke Tiere in diesem Bereich oder Tiere, die durch schwierige Umstände in den Zoo gekommen sind. So ist zum Beispiel der Otter bei der letzten Flut über den Fluss in die Stadt von Asunción gelangt wo er von Tierliebhabern eingefangen und zum Zoo gebracht wurde. Ebenso sind viele der Vögel, Schildkröten und Affen in freier Natur gefunden worden, die aufgrund von Krankheiten o. ä. alleine nicht überlebt hätten, sodass sie bei uns aufgepeppelt und gepflegt wurden. So kommt es dazu, dass wir oft neue Bewohner in unserem Bereich haben oder alte Bewohner zu den anderen Tieren in den öffentlichen Teil des Zoos gebracht werden.

Meine Aufgabe dort ist es bei der Zubereitung des Futters dieser Tiere zu helfen. Es gibt jeden Tag Äpfel, Bananen, Orangen, Ananas, Salat, Karotten, Tomaten, Mais und Brot und je nachdem auch Melonen, Papaya, Kürbis und natürlich gibt es für einige Tiere auch Fleisch. Bei der Zubereitung ist vor Allem auf die freilaufenden Affen und Katzen zu achten, denn diese stibitzen gerne, wenn man sie nicht im Auge behält. Zusätzlich fallen weitere Aufgaben wie das Sauberhalten des Bereichs und der Tiergehege, wie auch deren Umbau an. Es ist total schön zu sehen, wie sich die Tiere über ein neues oder umgebautes Gehege freuen, wodurch diese Arbeit einen ganz besonderen Reiz bekommt.

Meine Kollegen sind super nett und wir haben zusammen viel Spaß zusammen. Sie erklären mir alles was ich zu den Tieren wissen muss, was nicht immer leicht zu verstehen ist, denn mein spanisch reicht noch nicht aus um alles zu verstehen. Allein die verschiedenen Tiernamen sind schwer zu erlernen, da es für fast jedes Tier zwei Namen, einmal auf spanisch und einmal auf guaraní (die zweite Amtssprache in Paraguay) gibt. Dies wird aber mit jedem Tag besser und ich lerne jeden Tag etwas Neues dazu.

Der Zoo hat natürlich noch viel mehr Tiere, als die, die es auch in meinem Bereich gibt. Zu meiner Freude hat die Elefantendame direkt neben unserem Bereich ihr Gehege, wodurch es mir möglich ist, sie jeden Tag zu betrachten und zu bewundern. Auch einige Tiger haben ihr Zuhause im Zoo von Asunción, wie auch noch weitere kleinere Raubkatzen, Nilpferde, Strauße, Schimpansen, Tapire, Waschbären, Schlangen, verschiedenste Arten von Vögeln u. v. m. Auch die Umgebung des Zoos ist einfach atemberaubend. Er liegt mitten im botanischen Garten, welcher ein riesengroßes grünes Naturreservat mitten in der Stadt ist. Dieser wird von vielen Einheimischen zum Laufen oder picknicken genutzt und auch ich verbringe dort gerne meine Freizeit. Da es durch die Vielzahl an Bäumen viel Schatten gibt, kann man sich dort auch sehr gut den ganzen Tag aufhalten, solange man mit genügend Mückenspray ausgestattet ist. Sobald die Sonne untergegangen ist, kann man an einem kleinen See die wundervolle Schönheit der aufblitzenden Lichter von Glühwürmchen betrachten, was mich sehr beeindruckt hat. So viele auf einmal habe ich noch nie gesehen!

Zu meinem Projekt im Zoo habe ich zusätzlich einen Monat in einer Schule für Kinder mit körperlichen und geistigen Behinderungen geholfen. Die Arbeit dort hat mir sehr viel Spaß gemacht und die Kinder und Lehrerinnen sind mir total ans Herz gewachsen. Leider musste ich aufgrund der Distanz zum Projekt dieses nun aufgeben, aber ich nutze jede Gelegenheit um sie zu besuchen und auch weiterhin zu unterstützen. Dort habe ich sowohl im Unterricht mit den Kindern geholfen, beim Basteln für die verschiedensten Anlässe wie Ostern und Muttertag und auch im Büro der Direktorin habe ich kleine Sekretariatsaufgaben übernommen.